Registrierkassenpflicht

by Josef Linecker Comments are off for this post.

Wer ist von der neuen Verordnung betroffen?
Unternehmen haben zur Einzelerfassung der Barumsätze zwingend ein elektronisches Aufzeichnungssystem (Registrierkasse) zu verwenden, wenn
• der Jahresumsatz je Betrieb € 15.000,00 &
• die Barumsätze dieses Betriebes € 7.500,00
im Jahr überschreiten.

Unter Barumsätze wird verstanden: Zahlung mit Bargeld, Bankomat- oder Kreditkarte, andere elektronische Zahlungsformen, Barschecks, Gutscheine, Bons, Geschenkmünzen.

Wer ist von der Verordnung ausgenommen?
• Betriebe, welche ihre Umsätze von Haus zu Haus, auf öffentlicher Straße, Wegen, Plätzen, jedoch nicht in oder in Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten erwirtschaften & die Umsatzgrenze von € 30.000,00 Jahresumsatz nicht überschreiten.

• Automaten, die nach dem 31.12.2015 in Betrieb genommen werden:
* bei Fahrausweisautomaten für Beförderungen im Personenverkehr
* Warenausgabe- & Dienstleistungsautomaten, wenn die Gegenleistung
für die Einzelumsätze € 20,00 nicht übersteigt

• Online-Shops
* ausgenommen sind Betriebe, bei denen keine Gegenleistung durch Bezahlung mit Bargeld an den Leistungsempfänger erfolgt
* bei denen online abgeschlossene Vereinbarungen zugrunde liegen

• Bei bestimmten Umsätzen von wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben von abgabenrechtlich begünstigten Körperschaften kann die vereinfachte Losungsermittlung in Anspruch genommen werden

• Unternehmer (Friseure, Masseure, Hebammen, etc.), die ihre Lieferungen & sonstigen Leistungen außerhalb einer Betriebsstätte erbringen & zur Führung von Registrierkassen verpflichtet sind, können diese nach Rückkehr in die Betriebstätte ohne unnötigen Aufschub in der Registrierkasse erlassen, wenn sie bei Barzahlung dem Leistungsempfänger einen Beleg ausfolgen & eine Durchschrift aufbewahren.

Ab wann gilt die neue Verordnung?
Die Verordnung tritt mit 1. Jänner 2016 in Kraft.

Belegerteilungsverpflichtung
Für jedes Unternehmen besteht ab 1. Jänner 2016 die Verpflichtung, bei Barzahlungen einen Beleg zu erstellen und dem Käufer auszuhändigen. Dieser muss den Beleg entgegennehmen und bis außerhalb der Geschäftsräume für Zwecke der Kontrolle durch die Finanzverwaltung mitnehmen.

Quelle: WKO